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Letzte Woche gab es bei mir in der Schule eine Art Sonderprojekt über Betäubungsmittel. Ich trug mich zusammen mit einigen Kumpels ein in die Gruppe, die sich mit weichen Drogen beschäftigen würde. Es war eine sehr interessante Woche. Wir haben uns unterhalten mit Drogensüchtigen, niederländischen Drogenpolizisten (die sehr gut Deutsch redeten) und einem Ärzt, haben uns Filme angeschaut und haben einen Tag ein Unternehmen in den Niederlanden, das Hanfsamen züchtet, besucht.


'Soft drugs', auch bekannt unter den Namen weiche Drogen, sind Betäubungsmittel mit geringerer Wirkung als harte Drogen und sind im Allgemeinen weniger schädlich als die sogenannten 'hard drugs'. Die wichtigsten weichen Drogen sind Cannabis und Haschisch. GHB, Amphetamine und hallizunogene Pilze zählen übrigens auch zu den 'soft drugs'.


Wie kann man eigentlich sehen, ob Drogen weich sind? Die Antwort hört sich vielleicht ein bisschen komisch an: Schau mal ins niederländische Gesetzbuch. Weiche Drogen darf man dort nämlich besitzen, konsumieren und man darf sogar selbst Gras anbauen, während der Handel und Konsum harter Drogen in Holland schon verboten ist. Die niederländische Regierung hat zwei Listen zusammengestellt, eine mit harten und eine mit weichen Drogen. Wenn eine Drogensorte auf der letzteren und damit legalen Liste steht, ist sie weich.


In den Niederlanden erhält man diese Drogen nicht nur in den weltweit bekannten Coffeeshops, sondern auch in Apotheken, wenn ein Arzt eine der weichen Drogen als Rezept empfohlen hat, weil Haschisch zum Beispiel auch als Schmerzmittel gilt für bestimmte Krankheiten. Wir haben also viel gelernt über 'soft drugs'. So wurde uns der Unterschied zwischen männliche und weibliche Hanfsamen deutlich erklärt und sahen wir uns in dieser Woche zum Beispiel Hanfstecklinge an.


Vor allem das Gespräch mit den 'Junkies' war beeindruckend und ich bekam ein ganz anderes Bild von Drogen. Die Idee, Drogen seien voll cool, ist bei uns allen verschwunden, denn sie können verheerende Folgen haben. Nichtsdestotrotz gibt es schlimmeres Zeug als weiche Drogen und zeigen die medizinischen Vorteile einiger Drogen, dass sie nicht nur schädlich sind. Diese Woche hat also vor allem zu einem nuanzierteres Bild von Drogen geführt.


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